Philosophie Gesundheit und Sport

Sport und Bewegung können unter besonderen "Anwendungs-Bedingungen" zu einer massiven Verbesserung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens, der Widerstandskraft und somit der Gesundheit beitragen.
Diese Effekte wirken auf jeden Fall präventiv. Das heißt also, dass ein aktiver, bewegungsreicher Lebensstil und besonders das Gesundheitstraining viele Krankheiten und Fehlentwicklungen gar nicht erst aufkommen lassen und den Alterungsprozess deutlich verzögern können!
Aber auch die therapeutische Wirkung von gezielter und richtig dosierter Bewegung z.B. nach Verletzungen, bei Abnutzungserscheinungen und auch bei vielen chronischen Beschwerden, ist anerkannt und wissenschaftlich dokumentiert.

Als Sportwissenschafter und Sporttherapeut bin ich in der Lage, körperliche Betätigung und funktionelle Bewegung so einzusetzen, dass sie auf den Organismus wie "Medikamente" wirken können.


Über viele Jahre habe ich daher sowohl in eigener Praxis als auch in Kooperation mit Fitnesscentern Trainingsberatung für Menschen gemacht, die möglichst lange gesund bleiben wollen und auch ihre körperliche Fitness verbessern wollen.

Außerdem habe ich als Sporttherapeut Menschen behandelt, die Beschwerden im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates haben.

 

Gesundheitstraining soll im Sinne der Prävention gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorbeugen. Darunter verstehe ich alle gezielten sportpädagogischen Maßnahmen, die dazu beitragen, die negativen Folgen unseres Lebensstils, der Arbeitswelt sowie des Freizeitverhaltens zu kontrollieren oder zu kompensieren. Gesundheitstraining integriert trainingswissenschaftliche, medizinische sowie pädagogisch-psychologische Ansätze und strebt Verhaltensstabilisation bzw. -veränderung mit dem Ziel einer besseren Lebensqualität an.

Der Lebensstil von vielen Menschen ist von Bewegungsmangel, stereotypen Bewegungen und Haltungen, Stress, ungesunder Ernährung und zu wenig Selbstverantwortung für die Gesundheit geprägt. Das beeinträchtigt alle Organsysteme des Menschen. Für diese gilt nämlich das Prinzip, "alles was nicht regelmäßig trainiert wird, verkümmert". Für den Stütz- und Bewegungsapparat bedeutet das, dass ganze Muskelketten abschwächen und/oder sich verspannen und dadurch Veränderungen von Körperhaltung und Körperwahrnehmung entstehen. Die Folgen sind oft Schmerzen und Schonhaltungen. Diese führen wiederum dazu, sich „ungern und selten zu bewegen“. Ein Teufelskreis entsteht.

Positiver Kreislauf

Meine Aufgabe als Sportwissenschafter und Sporttherapeut sehe ich darin, interessierten Menschen einen anderen "positiven Kreislauf“ aufzuzeigen und in Gang zu setzen. Dazu gehören neben verständlicher Information über körperliche Vorgänge auch die Veränderung der Körperwahrnehmung und das richtige Heranführen an gesundes und freudvolles Bewegen. Es gilt „nur das was man gern tut, wird leicht zur Gewohnheit!“

Die Gesundheitsförderung und die Unterstützung gesundheitsbewusster Verhaltensweisen stehen daher auch im Fokus meiner Arbeit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Der pädagogische Aspekt meiner Arbeit ist, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben. (Das trifft übrigens auch auf meine Ziele als Reitlehrer zu: Auch hier möchte ich die SchülerInnen befähigen, Zusammenhänge zu verstehen und selbstständiger zu werden!)
Ich möchte meine KlientInnen zu einem freudvollen und gesunden Bewegen bringen. Der Weg dorthin verläuft meist in mehreren Etappen:


Informieren
Vorteile klar machen,
Wechselwirkungen zwischen Lebensstil und Gesundheit erklären,
Physiologische Grundlagen deutlich machen

Sensibilisieren
Persönlichen Bezug zum Thema herstellen,
Betroffen machen

Motivieren
Bereitschaft fördern,
selbst etwas zu tun,
Lust auf Veränderung machen

Aktivieren zum TUN
Einstieg in Verhaltensänderung leicht machen,
Passende Angebote schaffen


Bausteine Gesundheitstraining

Beim „gesunden Sporttreiben“ ist der richtige Mix in der Bewegungsplanung entscheidend Nach einer Analyse des Ist-Zustandes und der Zielsetzung „was möchte ich gerne erreichen?“, stelle ich den passenden Trainingsplan zusammen. Nur dann ist die Effizienz des Trainings auch gewährleistet.

Die Bausteine fürs gesunde Trainieren sind:

  • Kräftigung
  • Beweglichkeit
  • Körperwahrnehmung
  • Koordination
  • Herz-Kreislauf-Training
  • Entspannung

 

Was meinen Ansatz in der Beratung von KlientInnen schon immer auszeichnet:

Ich versuche, mit den vorhandenen Ressourcen der Person auszukommen. Das bedeutet, Sie müssen nicht ins Fitness-Center, Sie brauchen auch keine teuren Trainingsgeräte kaufen. Viel entscheidender ist der Wille, etwas verändern zu wollen.

Sporttherapie

Sporttherapie ist eine bewegungstherapeutische Maßnahme, die gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensiert und regeneriert, Sekundärschäden vorbeugt und gesundheitlich orientiertes Verhalten fördert.

Sporttherapie beruht auf biologischen Gesetzmäßigkeiten, bezieht besonders trainingswissenschaftliche, medizinische und pädagogisch-psychologische Elemente mit ein und versucht, eine überdauernde Gesundheitskompetenz herzustellen.

Ich habe meine Ausbildung in der Fachrichtung Orthopädie/Rheumatologie in der Sporttherapie gewählt und bin daher auf den Stütz- und Bewegungsapparat spezialisiert. Meine Ausbildung zum Sporttherapeuten habe ich anschließend an das Studium Sportwissenschaften in Wien, beim Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) absolviert.

Mein Ziel als Therapeut war immer, die PatientInnen möglichst früh wieder zu mobilisieren und mit entsprechenden Übungen die Funktion zu verbessern. Eine aktive Mitarbeit der PatientInnen an diesem Prozess ist dabei notwendig. Wenn die kleinen "Hausübungen" in Form von Bewegungsprogrammen systematisch gemacht werden, erhöht das den Therapieerfolg. Die Sporttherapie leistet im Sinne der Rehabilitation einen Beitrag zur Beseitigung bzw. Kompensation körperlicher Beeinträchtigungen. Dadurch lässt sich die Lebensqualität - insbesondere von chronisch Kranken - verbessern.

In folgenden Fällen ist Sporttherapie sinnvoll:

  • Haltungsschwächen und Haltungsfehler besonders auch bei Kindern und Jugendlichen
  • entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungssystems
  • Fehlformen der Wirbelsäule, z.B. Skoliose
  • künstlicher Gelenkersatz
  • Aufbautraining nach Verletzungen und Operationen
  • Verletzungen des Kapsel-Bandapparates