Gehen für die Gesundheit

von Franz Bachofner

(Mai 1997)

Wer Rückenbeschwerden hat und sich in Absprache mit seinem Arzt bewegen soll, kann folgende Vorteile des Gehens nutzen: Die Erschütterungen, die unseren Bewegungsapparat treffen, sind wesentlich geringer als beim Laufen. Gehen trainiert die Rumpfmuskeln. Die rhythmischen Impulse und der zyklische Wechsel von Belastung und Entlastung unterstützen die Ernährungssituation für Bandscheiben und Wirbelgelenke. Deshalb wird in einigen Kurhäusern, eine rhythmisch-dynamische Geh- und Laufschulung als Teil der Therapie bei "Bandscheibenpatienten" erfolgreich angewandt!

Folgende Voraussetzungen sind zu beachten:

Eine gute Technik, bei der der Rumpf stabilisiert wird und die Arme dynamisch schwingen. Aktives Abrollen der ganzen Fußsohle, sodaß die Bewegung "rund" wird. Eine aufrechte Körperhaltung und der richtige Rhythmus von Armen und Beinen. Leider haben viele Menschen falsche Bewegungsmuster - auch beim Gehen! Dieses verstärkte Gehen hat mit Spazieren nichts mehr gemeinsam! Es ist vielmehr eine gelenkschonende Form des Ausdauertrainings - passend für jede Leistungs- und Altersklasse. Die Dosierung erfolgt durch unterschiedliche Gestaltung von Tempo, Schrittlänge und die Steigerung des Armschwunges. So kann man eine ähnliche Intensität wie beim Laufen erzielen, ohne dabei die Gelenke zu überlasten!

Am Anfang genügen einige Minuten, mehrmals wiederholt. Mit zunehmender Übung sollten Sie die Dauer auf bis zu 50 Minuten erhöhen. 2 bis 3 Mal pro Woche ausgeführt, erreichen Sie in einigen Wochen eine deutliche Verbesserung Ihrer Leistungsfähigkeit und vor allem Ihrem Rücken wird es gut tun. Ergänzend zum Gehtraining sind Dehnungsübungen für die Beinmuskeln empfehlenswert. Durch dieses Training erzielen Sie zusätzlich positive Effekte für Atmung, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und Gefäße

 

Zurück