Schwimmen und Bewegung im Wasser - Lust auf Schweben?

von Franz Bachofner

(Mai 2007)

Waren Sie heuer schon im Freibad? Das ungewöhnlich warme Wetter der letzten Wochen hat so manchem bereits Lust auf das kühle Nass gemacht und besonders Mutige wagten auch schon einen Sprung ins Wasser. Vor allem die Kinder freuen sich gegen Ende des Schuljahres auf Spiel und Spaß in den Bädern und an den Teichen. Heutzutage ist es selbstverständlich, dass alle Kinder möglichst früh Schwimmen lernen. Es gehört so wie das Radfahren zu den grundlegenden Bewegungsfertigkeiten. Kinder die nicht schwimmen lernen, haben ein viel höheres Risiko beim Spielen im Wasser und versäumen auch wichtige Körpererfahrungen.

Schwimmen für die Gesundheit
Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten. Das Körpergewicht wird großteils vom Wasser getragen und durch den Wasserwiderstand werden die Muskeln des ganzen Körpers gefordert. Besonders der Rumpf aber auch der Schultergürtel und die Beine werden gekräftigt. Durch die zyklischen Bewegungen werden auch die Gelenke „trainiert“, ohne dass dabei zu hohe Druck- oder Stoßbelastung eintritt. Das ermöglicht auch Menschen mit Übergewicht und/oder Abnützungserscheinungen an den Gelenken eine Kräftigung der Muskeln. Dieses „schonende Krafttraining“ wird leider viel zu wenig genutzt. Auch wenn jemand kein geübter Schwimmer ist, kann er durch gezieltes Bewegen im Wasser seinen Körper trainieren. Unter fachkundiger Anleitung in einer Wassergymnastikgruppe kann das richtig Spaß machen. Aber auch alleine kann man mit einem Schwimmgurt und kleinen Hand-Paddles ein abwechslungsreiches Programm absolvieren.
Schwimmen wirkt wie jeder andere Ausdauersport natürlich auch auf unser Herz, den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem und beeinflusst diese Systeme positiv. Somit ist Schwimmen eine ideale Ergänzung zu anderen Sportarten und fördert Kraft und Ausdauer.
Bei Durchblutungsstörungen, z.B. den so genannten Krampfadern, ist Bewegung im Wasser ebenfalls zu empfehlen. Durch die horizontale Lage im Wasser, den Kältereiz und den Wasserdruck werden die Krampfadern entleert. Wenn Sie nicht sicher sind ob das für Sie ratsam ist, so sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Übrigens ist beim Schwimmen der Energieverbrauch etwa fünfmal so hoch wie beim Gehen.

Richtige Technik bringt Erfolg
Voraussetzung für ein gesundes Schwimmen ist eine geeignete Bewegungstechnik. Leider sehe ich viele Menschen, die mit hochgezogenem Kopf im Wasser gleiten - nur damit die Haare nicht nass werden - oder den Körper seitlich verdrehen. Das tut der Wirbelsäule nicht gut und führt zu Verspannungen. Eine gestreckte und entspannte Wasserlage und zweckmäßige Arm- und Beinbewegungen sind nötig, um auch längere Zeit schmerzfrei und ökonomisch schwimmen zu können. Die richtige Atemtechnik hat ebenso große Bedeutung. Lassen Sie es sich zeigen. Es ist nie zu spät für Techniktraining.
Wer schon einmal bewusst gespürt hat wie angenehm es ist, ins Wasser zu tauchen und sich wie ein Fisch zu fühlen, der wird bestätigen: Das Gleiten und Schweben in einem fast schwerelosen Zustand führt zu Entspannung und verbessert dabei die Körperwahrnehmung. Schwimmen ist also nicht nur gesund, sondern bringt zusätzlich Wohlbefinden in ihren Alltag. Versuchen Sie es, jetzt ist die Zeit günstig.

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