Winterzeit gut genützt

Herbst 2003

Jetzt kommt die Zeit wo es für viele ReiterInnen, die keine Halle benützen können, mühsamer wird, ihre Pferde zu bewegen. Es wird schon zeitig finster, und die Böden im Freien sind oft gefroren und machen ein regelmäßiges Training schwierig. Trotzdem sollte man auch diese Jahreszeit nutzen, um ein wenig Gymnastik für Mensch & Pferd zu machen.

Übungen vom Boden aus, sind dafür ideal. Führübungen im Schritt aber auch im Trab schulen das Zusammenspiel zwischen den Partnern. Entweder in der Position "Mensch vor Pferd" oder auch "Schulter an Schulter" wird geübt. Voraussetzung dafür ist allerdings eine klare Aufgabenverteilung bei der Frage, wer führt wen! Wer sich dabei nicht sicher ist, ob ihn sein Pferd umläuft oder sich hinterher ziehen lässt, sollte dringend in das Thema „Equus©-Beziehungstraining“ einsteigen.

Solche Führübungen können Sie auf geraden Linien, in Schlangenlinien, in kleinen Kreisen um Bäume herum, oder auch über kleine Hindernisse wie z.B. am Boden liegende Äste oder kleine Gräben machen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sogar auf Feldwegen lassen sich manche Übungen ausführen. Sie werden bald merken, dass diese Übungen auch Ihre Kondition fördern.

Wer sein Pferd bereits Zirkeln kann, hat natürlich ein viel größeres Repertoire. Durch Hinzufügen von Übergängen (Schritt-Trab, Schritt-Halten-Rückwärts, Halt-Trab) und häufige Handwechsel, haben Sie viel „Übungs-Stoff“. Die Zirkel lassen sich auch gut mit den Führübungen kombinieren und somit kann eine richtige „Choreographie“ aus verschiedenen Teilübungen entstehen.

Wer dann noch zumindest an den Wochenenden ausgedehnte Ausritte oder Spaziergänge im Gelände mit dem Pferd unternimmt, wird auch die Wintersaison überstehen, ohne dass die Pferde „sauer“ werden.

 

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